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Zero Waste Europe fordert im Rahmen des Clean Industrial Deal stärkere Kreislaufwirtschaftsmaßnahmen.

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Brüssel, 26. Februar 2025 – Der heute von der Europäischen Kommission veröffentlichte Clean Industrial Deal (CID) schöpft das Potenzial der Kreislaufwirtschaft für den dringend benötigten wirtschaftlichen Wandel nicht voll aus, so das Umweltnetzwerk Zero Waste Europe.

Eines der Ziele der CID ist es, die EU bis 2030 zu einem weltweit führenden Akteur im Bereich der Kreislaufwirtschaft zu machen. Die CID gibt an, dass die Kommission 2026 ein Kreislaufwirtschaftsgesetz (CEA) verabschieden wird. Dieses Gesetz soll den Übergang von der Abfallbewirtschaftung erleichtern, die Nachfrage nach Sekundärrohstoffen ankurbeln und wertvolle Materialien schützen.

Aline Maigret, Leiterin der Abteilung für politische Angelegenheiten bei Zero Waste Europe, erklärt:

Der Clean Industrial Deal (CID) schafft einen übergeordneten Rahmen, der das Potenzial der Kreislaufwirtschaft jedoch nicht voll ausschöpft. Maßnahmen zur Förderung der Kreislaufwirtschaft, und insbesondere der CID selbst, sollten als Leitfaden für die Transformation unseres Konsum- und Produktionsverhaltens dienen, Gemeinschaften stärken und durch die Schaffung von Arbeitsplätzen in Kreislaufwirtschaftssektoren widerstandsfähige Volkswirtschaften aufbauen. Die Auswirkungen des CID werden von den weiteren Details abhängen.

Da zudem erhebliche öffentliche Mittel vorgesehen sind, werden Transparenz und Inklusivität von entscheidender Bedeutung sein. In diesem Zusammenhang„Der Dialog über saubere Industrie zum Thema Kreislaufwirtschaft ist ein willkommener Schritt.“Maigret fügt hinzu:„vorausgesetzt, die Zivilgesellschaft hat einen Platz am Verhandlungstisch und dieser Dialog wird auf alle Themen der Kriminalen Innovationsforschung ausgeweitet.“

Die CID erkennt richtigerweise die Notwendigkeit an, Europas Abhängigkeit von unzuverlässigen Lieferketten durch eine verstärkte Materialrückgewinnung und -wiederverwendung zu verringern. Das Umweltnetzwerk merkt jedoch an, dass die CID ihr Ziel verfehlt, solange kein Rahmen für die strategische Materialnutzung und die Bekämpfung des nicht nachhaltigen Materialfußabdrucks der EU vorliegt.

Theresa Mörsen, Abfall- und Ressourcenpolitikbeauftragte bei Zero Waste Europe, erklärt:

„Das Ziel der CID, die Kreislaufwirtschaftsquote (CMUR) bis 2030 auf 24 % zu erhöhen, ist ein wichtiges Ziel. Ohne starke wirtschaftliche Anreize, Sekundärrohstoffe anstelle von Primärrohstoffen zu verwenden, bleibt jedoch unklar, wie dieses Ziel erreicht werden kann.“

Ein finanzieller Anreiz im EU-Instrumentarium ist die erweiterte Herstellerverantwortung (EPR), die die Kommission überarbeiten und harmonisieren möchte. Das Netzwerk befürchtet, dass diese Harmonisierung Standards senken und den Umweltschutz schwächen könnte. Der Ansatz der CEA zur EPR ist zwar ein Schritt in die richtige Richtung, da Digitalisierung und Vereinfachung die Einhaltung von Vorschriften und die Transparenz verbessern können, doch die neuen Regeln dürfen nicht zu einem Abwärtswettbewerb führen.

Darüber hinaus muss das Engagement der CID für die Vereinheitlichung der Kriterien für das Ende der Abfallentsorgung die menschliche Gesundheit und die Umwelt schützen. Echte Kreislaufwirtschaft erfordert von Anfang an eine sauberere Produktion und Materialentwicklung sowie bessere Entsorgungslösungen. Beispielsweise geht die CID nicht auf die negativen Auswirkungen der Abfallverbrennung ein und konzentriert sich ausschließlich auf die Vermeidung von Abfällen auf Deponien. Dadurch wird ein ganzheitlicher Ansatz vernachlässigt, der auch Maßnahmen zur Vermeidung von Abfällen in Verbrennungsanlagen umfasst.

Lauriane Veillard, Referentin für Chemikalienrecycling und die Umwandlung von Kunststoffen in Kraftstoffe, erklärt:

„Recycling allein ist keine ausreichende Lösung. Vorgelagerte Maßnahmen, wie die Neugestaltung von Produkten und Materialien hin zu mehr Haltbarkeit und Sicherheit, sind unerlässlich, um zu verhindern, dass Schadstoffe in den Recyclingstrom gelangen.“